Work-Family-Balance: So können Arbeitgeber*innen Eltern unterstützen

Die Pandemie ist bisher für uns alle eine große Herausforderung gewesen. Wer jedoch besonders unter den Einschränkungen und Veränderungen im Alltag zu leiden hat, sind Eltern: Mit dem Arbeiten von zuhause aus und der parallelen Kinderbetreuung waren sie besonders in den ersten zwei Covid-Jahren einer starken Doppelbelastung ausgesetzt. Wie die TK-Stressstudie 2021 zeigt, fühlen sich 54 Prozent der Deutschen mit mindestens einem Kind im Haushalt durch die Coronasituation stark oder sehr stark belastet (Hier haben wir darüber berichtet).

Jetzt, wo die meisten Schulen und Kitas wieder geöffnet haben, ist der Spuk jedoch noch längst nicht vorbei: Hohe Inzidenzen und strenge Quarantäneregeln stellen nach wie vor unser Familien- und Arbeitsleben auf die Probe. Infiziert sich ein Kind, müssen auch Eltern und Geschwister als Kontaktpersonen zu Hause bleiben – weitere Ansteckungen und Verlängerung der Quarantäne nicht ausgeschlossen. Nicht nur das Arbeiten im Home Office wird so gut wie unmöglich, sondern auch das Auskurieren der Krankheit kommt zu kurz, wenn nebenbei noch die Kinder gehütet werden müssen. Dazu kommen oft auch finanzielle Sorgen und mangelnde Rückzugsmöglichkeiten, was den Stress noch verstärkt.

In dieser herausfordernden Zeit gleichzeitig Elternteil und berufstätig zu sein, ist also eine schwierige Aufgabe. Daher ist es besonders wichtig, dass Arbeitgeber*innen dies erkennen Mitarbeitende mit Kindern unterstützen. Wir zeigen, was Unternehmen tun können, um gestresste Eltern zu entlasten.

1. Empathie

Gerade jetzt kommt es auf eine empathische Mitarbeiter*innenkommunikation an. Damit sich Eltern in ihrer Situation nicht allein gelassen fühlen, sollten Führungskräfte ihnen regelmäßige Gespräche anbieten, in denen sie offen über ihre Ängste und Bedürfnisse reden können und gemeinsame Lösungen finden. Wenn zuhause alles drunter und drüber läuft, muss die Arbeit nicht zu einem zusätzlichen Stressor werden. Begegnen Sie Ihren Mitarbeitenden deshalb mit Verständnis und Mitgefühl, wenn sie für eine längere Zeit ausfallen oder weniger schaffen als sonst – Eltern sind schließlich Menschen und keine Maschinen mit unbegrenzter Energie. Für das, was sie leisten, verdienen sie Respekt und Wertschätzung und das darf man ihnen auch gerne öfter zeigen.

2. Familienfreundliche Arbeitsbedingungen

Mit Kindern zuhause fällt es nicht immer leicht, sich an feste Strukturen zu halten – jeder Tag ist anders und kann ziemlich bunt und chaotisch werden. Arbeitnehmer*innen sollten deshalb auf die Bedürfnisse von Eltern eingehen, die ganz unterschiedlich ausfallen können. Nur das Arbeiten im Home Office zu ermöglichen, reicht dabei oft nicht aus. Auch die Arbeitszeiten können flexibler gestaltet und so an den individuellen Tagesrhythmus der Mitarbeitenden angepasst werden. Für die einen passt es besser, etwas später zu beginnen, um vormittags die Kinder zu betreuen. Die anderen bevorzugen vielleicht die Arbeit in den frühen Morgenstunden oder am Abend, wenn die Kleinen im Bett sind.

Auch eine Verkürzung der Arbeitszeit kann Eltern in ihrem Alltag unterstützen. Um das Stresslevel nicht noch weiter zu erhöhen, sollten Vorgesetzte keine ständige Erreichbarkeit im Home Office verlangen. Dazu ist es sinnvoll, bei der Aufgabenverteilung im Team Rücksicht auf Mitarbeiter*innen mit Kindern zu nehmen und ihnen nicht zu viele Projekte aufzuladen. Stattdessen sollten anstehende Aufgaben klar priorisiert werden.

3. Unterstützungsleistungen

Wenn Home Office auf Home Schooling trifft, kommt es schnell zur Überforderung. Um Beruf und Familie besser unter einen Hut zu bringen, gibt es zahlreiche Benefit-Leistungen, die Unternehmen ihren Mitarbeitenden anbieten können. Immer beliebter werden digitale Angebote zur Kinderbetreuung – vom Online-Musikunterricht über Sprachkurse bis hin zum virtuellen Sportprogramm. Auch digitale Nachhilfe kann als Arbeitgeber*innenleistung zur Verfügung gestellt werden.

Doch wenn die Kinder krank sind, helfen selbst die besten Betreuungsangebote und flexibelsten Arbeitszeiten nicht: In diesem Fall haben Eltern Anspruch auf Kinderkrankentage, die während der Pandemie pro Elternteil und Kind von 10 auf 20 verdoppelt wurden. Um Ihnen noch mehr Zeit für die Betreuung zu geben, können Unternehmen ihren Mitarbeiter*innen zusätzlich dazu bezahlten Sonderurlaub gewähren.

4. Mentale Gesundheit fördern

Auch im hektischen Arbeits- und Familienalltag sollte Entspannung nicht zu kurz kommen. Von einem Tag im Spa können die meisten Eltern vor allem in der Quarantäne vermutlich nur träumen – aber immerhin gibt es auch hervorragende Online-Entspannungsangebote im Rahmen der digitalen Betrieblichen Gesundheitsförderung (BGF), die zumindest für eine kurzfristige Erholung sorgen. Egal, ob alleine, oder zusammen mit den Kids: Regelmäßige Einheiten wie Meditation oder Progressive Muskelentspannung helfen dabei, Stressmanagement langfristig zu erlernen und die mentale Gesundheit zu verbessern – bequem von der Couch zuhause aus und ohne Termin.

Auch unsere Online-Plattform Soulbreak vereint eine Vielzahl von Übungen zum Stressabbau und zur Entspannung, die Mitarbeiter*innen ganz einfach in ihren Home-Office-Alltag integrieren können. Die kurzen Videos sind so gestaltet, dass sie mit nur wenigen Klicks zu jeder Zeit abrufbar sind – zum Beispiel, wenn die Kinder Mittagsschlaf machen. 

Wollen auch Sie Ihre Mitarbeitenden in ihrem Familien- und Berufsalltag mithilfe von digitalen BGF-Maßnahmen entlasten? Jetzt Termin mit Soulbreaks vereinbaren und Demozugang anfordern!

 

 

Selfcare @ Work

Unsere Mission: Wir machen Selfcare @ work zur Priorität und rücken die mentale Gesundheit in den Fokus.

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